Seit der “Ehrung” des Ambulatoriums Pro:Woman in Wien und dem Aufmarsch des rechten Randes der organisierten AbtreibungsgegnerInnenschaft ist in Österreich die sogenannte “Fristenlösung”, also die gesetzliche Regelung eines straffreien Schwangerschaftsabbruches auf Verlangen der Frau, wieder Thema.
Während die Gebärmuttermilizen quer durch den rechten bis rechtsextremen Gemüsegarten den legalen Schwangerschaftsabbruch mit den Verbrechen der Nationalsozialisten vergleichen, ohne jedes schlechte Gewissen, gibt es Empörung und neuerliche Forderungen, das Treiben von HLI und Alliierten endlich gesetzlich zu unterbinden.
Was genau HLI in Österreich treibt, veranschaulicht ein vor einiger Zeit publizierter Artikel: Polizeischutz für Kinderschlächter
Archive for the ‘Kreuz.net’
Die Forderung nach Entfernung der militanten Abtreibungsgegner wird wieder lauter
Thursday, September 17th, 2009Ehrung einer Abtreibungsklinik in Wien
Wednesday, September 2nd, 2009Skandalisierung durch fundamentalistische Muttermörder
Hier der Wiener Kardinal Schönborn und der Anti-Abtreibungs-Guru und “Helper of Gods Precious Infants, Msgr. Philipp Reilly aus Brooklyn: die beiden Herren haben was zu feiern: 
10 Jahre HLI-Lebenszentrum Wien - aha!
Biedermann und die Brandstifter
Es gibt in Österreich eine wüst agierende Zusammenrottung von Individuen und Elementen, die den Kardinal von Wien katholisch machen will. Der Kardinal hat ab und zu sogar die ausgesprochene Frechheit, nicht so zu reden und zu handeln, wie sie es wollen:
Allen voran steht das anonym hetzende Faschistenportal Kreuz.net, aber auch das HLI äußerst nahestehende, von alten Klerikern unterstützte und jungen Fundikatholen fabrizierte Gloria.TV sind eindeutig deutschsprachige Hetz- und Propagandamedien, die offensichtlich über einige Ressourcen verfügen und auch über genügend fanatische Zuträgerinnen, die sie mit Beiträgen versorgen.
Kreuz.net wähnt sich mit einem Server in den USA sicher, Gloria.TV hat den Server in Moldawien, das ist medienrechtlich praktisch, weil es Klagen schwierig macht.
Allerdings gibt es Studios in Wien, und auch die ständig auftretenden Moderatorinnen wie etwa Eva Doppelbauer oder Julia Ammerstorfer/Blaimschein und Margret Parzmair sind Österreicherinnen. Wie auch der Techniker des Portals Gloria.TV, der Priester Markus Doppelbauer.
Den Kardinal fressen seine Kinder
Die obigen Personen sind alle gleichzeitig in der sogenannten „Jugend für das Leben“ aktiv, die von der Österreichischen Bischofskonferenz nicht nur als „katholischer Jugendverein“ ausdrücklich erlaubt ist, sondern auch von ihr gefördert wird. Ebenfalls starke Unterstützung findet die „Jugend“ in der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) in Wien, wo sie unter dem Beifall diverser Seelsorger für Veranstaltungen und Nachwuchs sorgt.
Gloria.TV = Jugend für das Leben
Die herrischen Damen von Gloria.TV und Jugend für das Leben geben sich gerne als Journalistinnen aus, sind aber von einer journalistischen Arbeit weit entfernt. Besser verstehen sie sich auf Manipulation und Hetze gegen alles, was ihnen als FeindIn erscheint oder der eigenen Politik nicht stramm genug angepasst ist – obwohl angeblich tief gläubig und daher wohl wissend, dass lügen, betrügen, vertuschen und beschönigen und verleumden eine schwere Sünde sind und mit seriösem Journalismus natürlich nichts zu tun haben.
In ihrem ausschweifenden Fanatismus und pathologischen Ehrgeiz und Eifer gehen diese Theologiestudentinnen tagtäglich einem Job nach, der das wahre Christentum unter die Schäfchen bringen soll – es handelt sich um pure Vergatterung. Zum Beispiel für die marianische Bewegung, für den alten Messritus, der seit der Genehmigung von Ratzinger solchen Aufwind hat, für die Anerkennung und Bewerbung der christlichen Cashcow „Medjugorje“, für die Anliegen von Engelwerkern, rechtsextremen katholischen Pfadfindern (KPE), für die sich von der Piusbruderschaft abgespaltene, erzreaktionäre Priesterbruderschaft St. Petrus, für die Partei “Die Christen”,… und für die sich derzeit wieder empor schwingenden Fossilien eines strengen, autoritären, menschen- und vor allem frauenfeindlichen Katholizismus, der auf Juden, Moslems und Homosexuelle mit unsäglichen Hetz- und Verleumdungskampagnen hindrischt, dass es nur so kracht.
Sie pflegen Freundschaften mit Aristos und deren Kids, mit Opus-Dei-Mitgliedern, mit CVern, mit Burschenschaftern, mit Exorzisten, Heiratsvermittlern aus dem ultrakonservativen Eck, mit Missio und Kirche in Not, mit Leuten aus berüchtigten katholischen Sekten wie dem Engelwerk, mit Geborenen für Ungeborene, also schlicht: mit allem, was sich in der reaktionären Ecke als Elite fühlt und den kerzelfressenden Größenwahn präsentiert, der der Welt übergestülpt werden soll, während die normalen Katholiken der Kirche mehr und mehr den Rücken kehren…
Weihbischof Laun machts möglich
Mentor dieses Gloria.TV-Fabrikats ist der allseits bekannte, reaktionäre Weihbischof Andreas Laun, der auch gleichzeitig führender Mitstreiter von HLI und Jugend für das Leben ist. Mentoren sind aber ganz offensichtlich auch diverse Priester der Katholischen Priesternetzwerke und Organisationen wie die Initiativen Katholischer Laien und Priester, die sich ebenfalls dem allerstrammsten Katholizismus verschrieben haben und heftig in der Diözese Linz fuhrwerken, dass nur so die „altliberalen“ Augen spritzen.
Auf Gloria.TV dürfen auch präpotente Ewiggestrige wie Ewald Stadler mit seinen Schauergeschichten über die Freimaurerverschwörung ausführlichst brillieren. Gloria.TV nimmt so ziemlich alles in sein Portal auf, was auch Kreuz.net nicht verachtet.
Kritische Beiträge sind auf diesem Portal nicht zu finden, sollte doch mal des nächstens ein Beitrag online gestellt werden, der nicht ins Fundikonzept passt, ist er flugs wieder verschwunden. Hier wird nicht zensuriert, sondern gesäubert.
Was will der Kardinal eigentlich?
Es stellt sich daher in weiterer Folge die nicht unerhebliche Frage, ob die Bischofskonferenz tatsächlich nicht weiß, wie eng von Anfang ihrer öffentlichen Aktivitäten an diese „Jugend“, die sich mit Gloria.TV nun ein Sprachrohr für das allerschlimmste Fundispektrum geschaffen hat, mit den militanten Sexisten von Human Life International Austria zusammen arbeitet, bzw. genau von diesen tatkräftig gefördert wird.
Eigentlich ist das unvorstellbar, weil nämliche Bischöfe gleichzeitig auch Human Life International tatkräftig unterstützen und offenbar ein oberstgerichtliches Urteil der Republik Österreich ignorieren. Dieses Urteil bestätigte schon vor einigen Jahren den (Psycho)Terror, der von HLI rund um den legalen Schwangerschaftsabbruch nun schon 12 Jahre lang ausgeübt wird.
Auch Kath.net, (betreibt auch die Webportale und -Sites: Kathtube.com, Kathpedia, Ja zu Benedikt, Medjugorje.at, Amici di Dio, u.a.) ist diesen äußerst aktiven religiös getarnten Gruppierungen zuzurechnen, bzw. gibt es hier Personalunionen, die für sich sprechen.
Besonders auch im Hinblick darauf, dass wiederum HLI maßgeblich in die Gründung der politisch aktiven Partei „Die Christen“ heftig involviert ist, fragt frau sich:
Was will der Kardinal? Rabiate Frauenhasser und Terroristen, Lügner, Betrüger, Fälscher unterstützen? Geschehen diese Aktivitäten mit seiner Billigung?
Wie ernst zu nehmen ist denn sein Zurückpfeifen des HLI- und Jugend für das Leben/Gloria.TV-Mentors Weihbischof Andreas Laun anlässlich des mit Rechtsextremen durchmischten Aufmarsches gegen die Ehrung der Abtreibungsklinik Pro:Woman am 3.9.09 in Wien?
Kann der Kardinal wirklich garantieren, dass nicht aus dem Lager dieser wild gewordenen „Lebensschützer“ irgendwann einer zur Waffe greift und schießt?
Unterstützt der Wiener Kardinal tatsächlich amerikanische Zustände, importiert durch eine weltweit agierende Organisation wie HLI, die ihr schmutziges Handwerk aus dem FF versteht?
Für uns werfen sich diesbezüglich ernsthafte Bedenken auf – Österreichs Frauen und Ärzte leben gefährlich. Besonders, wenn sich Fundamentalisten öffentlich dazu versteigen, den legalen Schwangerschaftsabbruch mit den Verbrechen der Nazis und dem Holocaust gleich zu setzen!
Aber vielleicht mag seine Eminenz darüber mit dem Häuptling von Wien, Bürgermeister Häupl, und Fachfrauen sprechen? Und darüber, dass sich Österreichs Frauen und Mädchen besseres verdient haben, als Ewiggestrige, Unbelehrbare vor/oberhalb/neben Abtreibungskliniken und Arztpraxen – und vielmehr Gewaltlosigkeit und menschenwürdige Bedingungen, auch dann, wenn sie einen legalen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen.
Und er kann sich ruhig zum geforderten “Runden Tisch” mal Betroffene einladen: ÄrztInnen, Klinikpersonal, Frauen, die ihm genau erzählen können, was sie mit HLI und Co schon alles erlebt haben, oder spricht er, wie es in der Fundisprache so schön heisst, mit “Abtreibern” nicht?
DER KARDINAL IST NOCH NICHT GANZ VERSCHLUCKT VON SEINEN KINDERN
UND ER HAT ERKLÄRUNGSBEDARF!